Die Unterschiede zwischen Cannabis Indica, Sativa und Ruderalis

Die Unterschiede zwischen Cannabis Indica, Sativa und Ruderalis

Wissen

Veröffentlicht am 28. Juni 2024

Cannabis ist eine vielseitige Pflanze, die in drei Hauptarten unterteilt wird: Indica, Sativa und Ruderalis. Diese Unterscheidung basiert auf ihren botanischen Eigenschaften, Anbaubedingungen und Effekten. Doch wie relevant sind diese Kategorien wirklich, und was hat es mit dem Entourage-Effekt der Terpene auf sich? Schauen wir uns das genauer an.

Cannabis Indica

Herkunft und Aussehen

Cannabis Indica stammt ursprünglich aus den bergigen Regionen Indiens, Pakistans und Afghanistans. Diese Pflanzen sind in der Regel kurz und buschig, mit breiten Blättern. Indica-Pflanzen haben eine kürzere Blütezeit, was sie ideal für Anbau in kühleren Klimazonen macht.

Wirkung

Indica-Sorten sind bekannt für ihre beruhigende und entspannende Wirkung. Sie werden oft für ihre schmerzlindernden und schlafunterstützenden Eigenschaften geschätzt. Viele Nutzer berichten von einer intensiven körperlichen Entspannung, manchmal als "Couch-Lock" beschrieben.

Cannabis Sativa

Herkunft und Aussehen

Cannabis Sativa hat seine Wurzeln in Äquatorregionen wie Südamerika, Thailand und Südostasien. Sativa-Pflanzen sind tendenziell größer und dünner mit schmalen Blättern. Sie haben eine längere Blütezeit, was sie besser für den Anbau in wärmeren Klimazonen geeignet macht.

Wirkung

Sativa-Sorten sind für ihre energetisierende und stimmungsaufhellende Wirkung bekannt. Nutzer berichten oft von einem kreativen und fokussierten High, das eher geistig als körperlich ist. Deshalb werden Sativa-Sorten häufig tagsüber konsumiert.

Cannabis Ruderalis

Herkunft und Aussehen

Cannabis Ruderalis ist in den kälteren Regionen Osteuropas, Zentralasiens und Russlands beheimatet. Diese Sorte ist kleiner und weniger bekannt als Indica und Sativa. Ruderalis hat eine kurze Lebensdauer und autoflowering Eigenschaften, was bedeutet, dass sie unabhängig von Lichtzyklen blüht.

Wirkung

Ruderalis hat einen niedrigeren THC-Gehalt im Vergleich zu Indica und Sativa und wird selten alleine genutzt. Stattdessen wird Ruderalis häufig mit anderen Cannabisarten gekreuzt, um die autoflowering Eigenschaft zu übertragen.

Die Problematik der Unterscheidung zwischen Sativa und Indica

Obwohl die Unterscheidung zwischen Indica und Sativa traditionell weit verbreitet ist, stößt sie zunehmend auf Kritik. Die Wirkungen der Cannabisarten lassen sich nicht immer eindeutig auf ihre botanische Klassifikation zurückführen. Die Effekte hängen vielmehr von der chemischen Zusammensetzung der jeweiligen Sorte ab, insbesondere von den Cannabinoiden und Terpenen.

Der Entourage-Effekt und die Rolle der Terpene

Cannabinoide und Terpene

Cannabinoide wie THC und CBD sind die primären Wirkstoffe in Cannabis, aber Terpene spielen eine ebenso wichtige Rolle. Terpene sind aromatische Verbindungen, die den Geruch und Geschmack von Cannabis beeinflussen. Sie haben auch pharmakologische Wirkungen und können die Art und Weise, wie Cannabinoide im Körper wirken, verändern.

Der Entourage-Effekt

Der Entourage-Effekt beschreibt das Phänomen, dass die verschiedenen Verbindungen in Cannabis synergistisch zusammenarbeiten, um die Gesamtwirkung zu beeinflussen. Das bedeutet, dass die Kombination von Cannabinoiden und Terpenen komplexere und oft verstärkte Effekte hervorruft, als wenn diese Verbindungen isoliert konsumiert würden.

Praktische Auswirkungen

Die Bedeutung des Entourage-Effekts erklärt, warum die einfache Klassifikation in Indica und Sativa oft unzureichend ist. Zwei Sativa-Sorten können sehr unterschiedliche Effekte haben, abhängig von ihrem spezifischen Terpen- und Cannabinoidprofil. Ebenso kann eine Indica-Sorte durch eine bestimmte Terpenzusammensetzung eher energetisch wirken.

Fazit

Die traditionellen Kategorien von Cannabis Indica, Sativa und Ruderalis bieten einen groben Überblick über die Pflanze, sind aber nicht ausreichend, um die Vielfalt und die Wirkungen von Cannabis vollständig zu beschreiben. Der Entourage-Effekt zeigt, dass die chemische Zusammensetzung jeder einzelnen Sorte entscheidend für ihre Wirkungen ist. Daher ist es für Konsumenten wichtiger, auf die spezifischen Terpen- und Cannabinoidprofile zu achten, anstatt sich ausschließlich auf die botanische Klassifikation zu verlassen.

Dieser tiefere Einblick in die komplexe Chemie von Cannabis hilft dabei, informierte Entscheidungen zu treffen und die gewünschten Effekte besser zu verstehen.

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Growmantic420

Geschrieben von Growmantic420

Simon, besser bekannt als Growmantic420 ist ein leidenschaftlicher Grower und Cannabis-Influencer. Als absoluter Anbau-Experte versorgt er uns regelmäßig mit Einblicken aus der Szene und hilfreichen Tipps!

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